Mitgliederversammlung der BISF im Jubiläumsjahr

Auf der jährlichen Mitgliederversammlung blickte die Bürgerinitiative Schönes Falkensee (BISF) im Jubiläumsjahr ihres 20-jährigen Bestehens auf vielfältige Initiativen für mehr Verkehrssicherheit und im Natur- und Umweltschutz zurück. Wiedergewählt wurden Günter Chodzinski als 1. Vorsitzender und Marc-Oliver Wille als 2. Vorsitzender. Der Verein verabschiedete den langjährigen Schatzmeister Joe Knarr und dankte für die vielen Jahre sorgfältiger Kassenführung.

Da Ministerpräsident Woidke kürzlich in Falkensee betont hatte, die „Nordumfahrung ist noch nicht vom Tisch“, bleibt sie auch für die BISF weiterhin Schwerpunkt des Wirkens. Aufgrund des geringen Durchgangsverkehrs macht sie keinen Sinn, wie auch der aktuelle Verkehrsentwicklungsplan für Falkensee bestätigt. Verkehr würde nur innerhalb der Stadtstraßen verschoben werden. Außerdem zerstörte die Trasse das europäische FFH-Schutzgebiet Falkenseer Kuhlake, für das gerade ein Managementplan erarbeitet wurde. Die BISF engagiert sich dabei für Artenschutz und Artenvielfalt. Und in der Stufe 3 des Falkenseer Lärmaktionsplans, der von der Falkenseer Verwaltung vorbereitet wird, muss endlich die Ausweisung „Ruhiger Gebiete“ nachgeholt werden.

Auch mit der gemeinsamen Initiative zum Erhalt der Lindenallee an der Spandauer Straße geht es für die BISF weiter. Die vom Bürgerbündnis vorgelegte Alternativplanung kann einen Großteil der Bäume verschonen. Zudem mahnt die BISF den Landesbetrieb Straßenwesen hier zu mehr Verkehrssicherheit, so der wiedergewählte Vorsitzende Günter Chodzinski, z.B. an der unfallträchtigen Einmündung der Hamburger Straße mit dem Schulweg zur Geschwister-Scholl-Schule. Auch die neuen Wohnbauprojekte um die Spandauer Straße sollten berücksichtigt werden. „Es geht nicht nur um den Ausbau einer Durchgangsstraße und den Durchfluss für Pkw und Lkw“, so Chodzinski weiter, „es geht auch um ein stadtplanerisches Gleichgewicht für die wachsende Zahl von Anwohnern, die Nahversorger aus Handel und Gewerbe, Fußgänger wie Radfahrer. Verkehrsberuhigung und Aufenthaltsqualität stehen gleichberechtigt obenan.“

Die BISF wird sich weiterhin für die Verbesserung des ÖPNV mit Bahn, Bus und Park & Ride einsetzen. Außerdem müssen endlich das Radwege- und Klimaschutzkonzept ernsthaft angegangen werden. Aktivitäten zum Anlass des 20-jährigen Jubiläums der BISF folgen in der zweiten Hälfte des Jahres.

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