Brunsbütteler Damm

Brunsbütteler Damm

Anschluss an den Brunsbütteler Damm verpasst?

In Berlin haben die Straßenplaner eifrig geplant und gearbeitet. Vierspurig soll der Quell- und Zielverkehr auf die ausgebaute Südumfahrung L20 und B5 geführt werden.

Schnurstracks führt der Brunsbütteler Damm aus dem Spandauer Zentrum heraus Richtung Brandenburg. Inzwischen ist die vierspurige Ausfahrstraße inklusive Geh- und Radwegen, Laternen und Bushaltestellen fix und fertig gestellt.

Brunsbuettlerdamm

© BISF e.V.

Doch an der Landesgrenze von Berlin zu Brandenburg endet der Brunsbütteler Damm abrupt südlich von Falkensee auf dem Gelände des ehemaligen Staakener Flugplatzes. Die Fahrzeuge auf der bereits fertiggestellten Südumfahrung L20 sind von der Sackgasse aus gut zu sehen.

Warum wird der Lückenschluss von gerade einmal 700 Meter Länge nicht realisiert?

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Die Politiker und Planer haben sich in ein Bauwerk am Falkenhagener See, durch ruhige Wohn- und Naturschutzgebiete für 30 Mio. Euro verbissen, das den täglichen Stau auf der Spandauer Straße auch nicht lösen wird – die „Nordumfahrung“. Die einfachen, schnell realisierbaren und weitaus kostengünstigeren Maßnahmen werden nicht umgesetzt. In der Verlängerung des Brunsbütteler Damms wäre auch kein wertvolles Naturschutzgebiet von den Straßenbaumaßnahmen betroffen.

Warum werden kostengünstige und umweltschonende Lösungen ignoriert, die sofort und nachweisbar eine Entlastung für die Spandauer Straße bringen würden?

Am 24. Februar 2009 lud die BISF zu einem Fachgespräch zum Brunsbütteler Damm ein.

Im Oktober 2009 forderte die BISF, den Lückenschluss am Brunsbütteler Damm in den Landesstraßenbedarfsplan des Landes Brandenburg aufzunehmen. Auch die Stadt Falkensee wollte in ihrer Stellungnahme die Aufnahme fordern. Mehr dazu hier.

Ende Januar 2010 berichtete der rbb in seiner Hauptabendsendung am Samstag über die mangelhaften Abstimmungen bei den Verkehrsplanungen zwischen Berlin und Brandenburg. Der Brunsbütteler Damm und die Spandauer Straße wurden als Negativbeispiele dargestellt. Sie können sich den Fernsehbeitrag „Ausfallstraßen enden im Niemandsland“ hier ansehen.